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Im März 1987 begannen die Mitglieder des Sachausschuß “Gemeindekatechese” sowie weitere
interessierte Gemeindemitglieder (insgesamt 18 Personen) auf Beschluss des Pfarrgemeinderats (PGR) einen Ausbildungskurs zur Entwicklung einer neuen Form der Taufvorbereitung. Die Leitung des Kurses
hatte Herr Theodor, Leiter des Referats Gemeindekatechese im Generalvikariat des Erzbistums Köln. Mit ihm traf sich die Gruppe bis zum Spätherbst 1987 insgesamt 9 mal, einschließlich eines ganztägigen
Seminars. Auch in den folgenden Jahren wurde die Gruppe übrigens von Herrn Theodor begleitet.
Ergebnis der gemeinsamen Bemühungen war ein neues Konzept von Taufkatechese, das Modellcharakter für
die Erzdiözese Köln hatte. Es sah 2 – 3 Gesprächsabende vor, die von jeweils 2 Laien – Taufkatecheten/innen mit durchschnittlich 3 – 4 Taufelternpaaren (und auch
Paten) geführt werden sollten. Abschließend sollte dann ein Einzelgespräch (meist in Form eines Hausbesuchs) des taufenden Priesters/Diakons mit den Taufeltern erfolgen.
Als Motivation für diese neue Form der Taufgespräche waren für den damaligen PGR und sind für
die Taufkatecheten/innen bis heute folgende Gründe wichtig:
Die Taufkatecheten/innen sollen stellvertretend für die ganze Gemeinde deren Anteilnahme
und Mitsorge für die neuen Gemeindemitglieder (Täuflinge) und deren Eltern sichtbar und
erfahrbar machen. Denn die gesamte Gemeinde trägt als Volk Gottes gemeinsam mit dem
Priester und anderen Hauptamtlichen die Verantwortung für die Kirche vor Ort.
Die Taufgespräche sollen den Taufeltern der jeweiligen Tauffeier Gelegenheit geben, sich
schon zuvor kennenzulernen und die Tauffeier gemeinsam zu gestalten. In einem Ort wie
Aegidienberg mit einem großen Zuzug an jungen Familien ist diese Möglichkeit zu ersten
Kontakten innerhalb der Kirchengemeinde, oft über die Taufe hinaus, besonders wichtig.
Die Taufkatecheten/innen sollen ihre Glaubens- und Erziehungserfahrungen an junge Eltern
weitergeben und davon erzählen, wie der Glaube im Alltag helfen kann.
Nachdem der Pfarrgemeinderat unter dem damaligen Pfarrer, Herrn Wilfried Schumacher, bereits
am 14.7.1987 einstimmig das neue Konzept der Taufkatechese verabschiedet hatte, begann etwa die Hälfte der Ausgebildeten Anfang 1988 mit den Taufgesprächen.
Trotz einiger personeller Wechsel bestand die Gruppe der Taufkatecheten/ innen immer aus 1 – 2
Vätern und 6 – 7 Müttern, denen diese religiösen Gespräche große Freude gemacht haben.
An den 2, gelegentlich 3 Abenden ging es hauptsächlich um folgende Inhalte:
Welche Wünsche und Hoffnungen für mein Kind verbinde ich mit der Taufe?
Was geschieht eigentlich bei der Taufe?
Welche Bedeutung haben die zahlreichen Symbolhandlungen der Taufe?
Wie können wir der Tauffeier einen persönlichen Akzent geben?
Aus diesen Taufgesprächen erwuchs sehr schnell – auf Wunsch der Eltern – ein jährliches Treffen
der Taufeltern mit ihren Kindern. In den letzten 3 Jahren wurden diese Treffen durch 2 mal jährlich stattfindende Elterngesprächsabende (mit Referenten des Katholischen Bildungswerks) ersetzt.
Seit Januar 2002 sind die Taufgespräche aus pastoralen Gründen ausgesetzt.
Kontakt: Frau Irmgard Staab, Tel. (02224) 83 71
eMail: taufkatechese at aegidius-net.de
Foto:
Der von dem Künstler Sepp Hürten aus Kupfer getriebene Deckel des Taufsteins, dessen Schmuck (sieben Bergkristalle und die gleiche Zahl von Engeln) auf die sieben Sakramente verweist.
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